Baustelle

Infobrief 01.11.2020

- ausgebremst - erneuter Lockdown -

- Umgang mit gebuchten Kursen -

- unsere Situation -

- staatliche Hilfen -

- "Gutschein-Aktion" -

- was uns sonst noch  hilft -

- allgemein zu Corona -

 

 

Liebe Tango- und Salsafreundinnen und Freunde,

 

aus aktuellem Anlaß nun doch früher als geplant wieder ein Infobrief von uns:

 

ausgebremst

erneuter Lockdown

Was sich in den letzten Wochen bereits angedeutet hat und von uns auch erwartet wurde ist nun eingetreten: Corona bedingt müssen wir unseren Betrieb ab Montag erneut für mehrere Wochen schließen. Wir hoffen sehr, daß wir ab Anfang Dezember zumindest unseren stark eingeschränkten Betrieb der letzten Monate mit Salsa- und Tangokursen und Workshops wiederaufnehmen können. Aber wir denken auch daran, daß der erste Lockdown im Frühjahr ebenfalls zunächst für nur 4 Wochen geplant war und dann doch länger dauerte. Außerdem wissen wir nicht, ob wir nach dem Lockdown wieder da beginnen können, wo wir zuletzt waren, oder ob es wieder mit wesentlich stärkeren Einschränkungen losgeht wie auch im Frühjahr. Wir müssen mit neuen Kursterminen also abwarten und werden Euch hier rechtzeitig informieren, sobald wir genaueres wissen.
  

Erfolgte Buchungen

Soweit Ihr Kurse oder Workshops gebucht habt, halten wir für Euch den entsprechenden Platz zum neuen Kurstermin frei und werden zeitnah noch einmal abfragen, ob ihr den neuen Termin wahrnehmen könnt, oder ob wir Euren Platz freigeben sollen. Ihr braucht also nicht noch einmal neu auf denselben Kurs zu buchen. Dies gilt leider nicht für die wöchentlichen Spezialkurse „Tango-Salon“ und Salsa-Special“. Die müßtet Ihr dann erneut buchen, wenn es wieder losgehen kann.

 

Unsere Situation


Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr konnte bei uns (mit Ausnahme zweier Konzerte, bei denen wir erwartungsgemäß kein Geld verdienen konnten) ausschließlich Tango- und Salsaunterricht stattfinden. Wir sind froh und dankbar, daß diese Angebote so gut von Euch angenommen wurden, weil wir dadurch zumindest einen Teil unserer laufenden Verpflichtungen abdecken konnten. Auch Eure Spenden helfen dabei sehr. Dennoch sind über die Monate erhebliche Verpflichtungen geblieben, die durch diese Einnahmen nicht abgedeckt werden konnten. Hier hat uns zunächst unser über Jahre erspartes „Parkplatzgeld“ geholfen. Der Parkplatz muß nun bleiben wie er ist, das Geld ist jedoch aufgebraucht.
Bis September konnten wir unser Team halten und noch hoffen, gemeinsam mit allen wieder in besseren Zeiten anzukommen. Aber mit großem Bedauern mußten wir im Oktober erste Aushilfen entlassen und müssen nun weitere Stunden reduzieren, weil noch keine Besserung in Sicht ist. Derzeit führen wir hoffnungsvoll Gespräche mit unserer Hausbank, um eine Umfinanzierung unserer Verbindlichkeiten zu erreichen, die eine deutliche Entlastung bei der Tilgungsleistung mit sich bringen würde. Sollten wir diese Gespräche erfolgreich abschließen, haben wir eine sehr realistische Chance, auch eine noch länger andauernde Krise (mit allen notwendigen Einschränkungen) zu überstehen.

Staatliche Hilfen


Nachdem wir leider nicht in den Genuß der zweiten staatlichen Corona-Soforthilfe kamen, u.a. weil unsere zu einem sehr großen Teil jährlich oder quartalsweise anfallenden Kosten (Grundsteuer, Brennstoffeinkauf, Versicherungen, Gema, Erbpacht und Pacht…) nicht anteilig auf die beiden Monate des Bemessungszeitraumes umgelegt werden durften, hoffen wir nun von der aktuell angekündigten Soforthilfe profitieren zu können. Wenn es denn wahr ist, daß 75% des November-Umsatzes des vergangenen Jahres ausgezahlt werden, hilft uns das nicht nur die Schließung im bevorstehenden Monat zu überstehen, sondern erleichtert uns auch den danach folgenden deutlich reduzierten Betrieb für einige Wochen oder gar Monate besser zu ertragen. Denn vor Corona hat unser Konzept zwischen Kunst, Tanz und Kultur auf der einen Seite - und Brot, sowie wirtschaftlicher Sicherheit auf der anderen Seite wunderbar funktioniert.

 

„Gutschein-Aktion“


Da sich unsere Einnahmen seit März im Wesentlichen auf Tango- und Salsa-Unterricht beschränken, ist in diesen Zeiten der Start in die neuen Kurs- und Workshopreihen immer so etwas wie die „Überlebensration“ für unser Kulturcafé. Nun müssen wir unseren Betrieb unmittelbar vor dem Kursstart einstellen. Einerseits ist es gut, weil eine Unterbrechung laufender Kurse wieder einmal mit erheblichem Organisationsaufwand verbunden gewesen wäre. Auf der anderen Seite vergehen nun – Wochen nach dem letzten Kursstart - wieder viele Wochen, bevor wir die nächste „Überlebensration“ erhalten. Wir starten deshalb nun wieder eine „Gutschein-Aktion“. Hier könnt Ihr Gutscheine für Salsakurse mit Victor, Tangounterricht mit uns, Eva & Klaus, oder auch Verzehrtickets buchen.

 

Was uns sonst noch hilft

Unmittelbar nachdem der erneute Lockdown bekanntgegeben wurde, sind einige auf uns zugegangen und haben uns Geldspenden zukommen lassen. Das hilft uns natürlich sehr - ganz herzlichen Dank! Vielfach wird die Zuwendung mit dem Wunsch verbunden, diese nicht als Einnahme anzugeben, damit nicht ein großer Teil wieder verlorengeht. Tatsächlich sind wir bisher so beraten worden, daß wir alles als Einnahme verbucht haben und damit beinahe die Hälfte verlorengeht (Freibeträge und Abschreibungen werden durch die Tilgungsleistungen vollständig abgedeckt, sodaß für jeden Euro Umsatz-, Einkommensteuer und Pflege- und Krankenkassenbeiträge anfallen).
Zuletzt haben wir gehört, daß das Finanzamt in diesen Dingen derzeit großzügiger sei und bei Zuwendungen, die in Coronazeiten dem Betriebserhalt dienen sollen, auf eine Versteuerung verzichtet. Es wird angeraten die Zuwendung deutlich als solche zu kennzeichnen. Deshalb haben wir neben der Möglichkeit, Gutscheine zu buchen auch „Spenden-Buchungsmöglichkeit“ eingerichtet. Ohne Eure großzügigen Zuwendungen hätten sich schon weit mehr dunkle Wolken über dem Café Basico zusammengezogen.

Den in unserem letzten Infobrief angekündigten Bericht über die vielen kleinen, großen und großartigen Aktionen und Ideen zur Unterstützung und zum Erhalt des Café Basico müssen wir später bringen, weil durch den Lockdown im Moment zuviel zu organisieren ist.

  

Allgemein zu Corona

Wir wünschen uns, daß im Café Basico der respektvolle und tolerante Umgang miteinander keinen Schaden nimmt. Euch wünschen wir für die kommenden Wochen alles Gute – bleibt gesund.


Herzlichst – Eva & Klaus


Liebe Tango- und Salsafreundinnen und Freunde,

 

aus aktuellem Anlaß nun doch früher als geplant wieder ein Infobrief von uns:

 

ausgebremst

erneuter Lockdown

Was sich in den letzten Wochen bereits angedeutet hat und von uns auch erwartet wurde ist nun eingetreten: Corona bedingt müssen wir unseren Betrieb ab Montag erneut für mehrere Wochen schließen. Wir hoffen sehr, daß wir ab Anfang Dezember zumindest unseren stark eingeschränkten Betrieb der letzten Monate mit Salsa- und Tangokursen und Workshops wiederaufnehmen können. Aber wir denken auch daran, daß der erste Lockdown im Frühjahr ebenfalls zunächst für nur 4 Wochen geplant war und dann doch länger dauerte. Außerdem wissen wir nicht, ob wir nach dem Lockdown wieder da beginnen können, wo wir zuletzt waren, oder ob es wieder mit wesentlich stärkeren Einschränkungen losgeht wie auch im Frühjahr. Wir müssen mit neuen Kursterminen also abwarten und werden Euch hier rechtzeitig informieren, sobald wir genaueres wissen.
  

Erfolgte Buchungen

Soweit Ihr Kurse oder Workshops gebucht habt, halten wir für Euch den entsprechenden Platz zum neuen Kurstermin frei und werden zeitnah noch einmal abfragen, ob ihr den neuen Termin wahrnehmen könnt, oder ob wir Euren Platz freigeben sollen. Ihr braucht also nicht noch einmal neu auf denselben Kurs zu buchen. Dies gilt leider nicht für die wöchentlichen Spezialkurse „Tango-Salon“ und Salsa-Special“. Die müßtet Ihr dann erneut buchen, wenn es wieder losgehen kann.

 

Unsere Situation


Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr konnte bei uns (mit Ausnahme zweier Konzerte, bei denen wir erwartungsgemäß kein Geld verdienen konnten) ausschließlich Tango- und Salsaunterricht stattfinden. Wir sind froh und dankbar, daß diese Angebote so gut von Euch angenommen wurden, weil wir dadurch zumindest einen Teil unserer laufenden Verpflichtungen abdecken konnten. Auch Eure Spenden helfen dabei sehr. Dennoch sind über die Monate erhebliche Verpflichtungen geblieben, die durch diese Einnahmen nicht abgedeckt werden konnten. Hier hat uns zunächst unser über Jahre erspartes „Parkplatzgeld“ geholfen. Der Parkplatz muß nun bleiben wie er ist, das Geld ist jedoch aufgebraucht.
Bis September konnten wir unser Team halten und noch hoffen, gemeinsam mit allen wieder in besseren Zeiten anzukommen. Aber mit großem Bedauern mußten wir im Oktober erste Aushilfen entlassen und müssen nun weitere Stunden reduzieren, weil noch keine Besserung in Sicht ist. Derzeit führen wir hoffnungsvoll Gespräche mit unserer Hausbank, um eine Umfinanzierung unserer Verbindlichkeiten zu erreichen, die eine deutliche Entlastung bei der Tilgungsleistung mit sich bringen würde. Sollten wir diese Gespräche erfolgreich abschließen, haben wir eine sehr realistische Chance, auch eine noch länger andauernde Krise (mit allen notwendigen Einschränkungen) zu überstehen.

Staatliche Hilfen


Nachdem wir leider nicht in den Genuß der zweiten staatlichen Corona-Soforthilfe kamen, u.a. weil unsere zu einem sehr großen Teil jährlich oder quartalsweise anfallenden Kosten (Grundsteuer, Brennstoffeinkauf, Versicherungen, Gema, Erbpacht und Pacht…) nicht anteilig auf die beiden Monate des Bemessungszeitraumes umgelegt werden durften, hoffen wir nun von der aktuell angekündigten Soforthilfe profitieren zu können. Wenn es denn wahr ist, daß 75% des November-Umsatzes des vergangenen Jahres ausgezahlt werden, hilft uns das nicht nur die Schließung im bevorstehenden Monat zu überstehen, sondern erleichtert uns auch den danach folgenden deutlich reduzierten Betrieb für einige Wochen oder gar Monate besser zu ertragen. Denn vor Corona hat unser Konzept zwischen Kunst, Tanz und Kultur auf der einen Seite - und Brot, sowie wirtschaftlicher Sicherheit auf der anderen Seite wunderbar funktioniert.

 

„Gutschein-Aktion“


Da sich unsere Einnahmen seit März im Wesentlichen auf Tango- und Salsa-Unterricht beschränken, ist in diesen Zeiten der Start in die neuen Kurs- und Workshopreihen immer so etwas wie die „Überlebensration“ für unser Kulturcafé. Nun müssen wir unseren Betrieb unmittelbar vor dem Kursstart einstellen. Einerseits ist es gut, weil eine Unterbrechung laufender Kurse wieder einmal mit erheblichem Organisationsaufwand verbunden gewesen wäre. Auf der anderen Seite vergehen nun – Wochen nach dem letzten Kursstart - wieder viele Wochen, bevor wir die nächste „Überlebensration“ erhalten. Wir starten deshalb nun wieder eine „Gutschein-Aktion“. Hier könnt Ihr Gutscheine für Salsakurse mit Victor, Tangounterricht mit uns, Eva & Klaus, oder auch Verzehrtickets buchen.

 

Was uns sonst noch hilft

Unmittelbar nachdem der erneute Lockdown bekanntgegeben wurde, sind einige auf uns zugegangen und haben uns Geldspenden zukommen lassen. Das hilft uns natürlich sehr - ganz herzlichen Dank! Vielfach wird die Zuwendung mit dem Wunsch verbunden, diese nicht als Einnahme anzugeben, damit nicht ein großer Teil wieder verlorengeht. Tatsächlich sind wir bisher so beraten worden, daß wir alles als Einnahme verbucht haben und damit beinahe die Hälfte verlorengeht (Freibeträge und Abschreibungen werden durch die Tilgungsleistungen vollständig abgedeckt, sodaß für jeden Euro Umsatz-, Einkommensteuer und Pflege- und Krankenkassenbeiträge anfallen).
Zuletzt haben wir gehört, daß das Finanzamt in diesen Dingen derzeit großzügiger sei und bei Zuwendungen, die in Coronazeiten dem Betriebserhalt dienen sollen, auf eine Versteuerung verzichtet. Es wird angeraten die Zuwendung deutlich als solche zu kennzeichnen. Deshalb haben wir neben der Möglichkeit, Gutscheine zu buchen auch „Spenden-Buchungsmöglichkeit“ eingerichtet. Ohne Eure großzügigen Zuwendungen hätten sich schon weit mehr dunkle Wolken über dem Café Basico zusammengezogen.

Den in unserem letzten Infobrief angekündigten Bericht über die vielen kleinen, großen und großartigen Aktionen und Ideen zur Unterstützung und zum Erhalt des Café Basico müssen wir später bringen, weil durch den Lockdown im Moment zuviel zu organisieren ist.

  

Allgemein zu Corona

Wir hören viele Meinungen zum Thema Corona, die sehr unterschiedlich sind. Dabei nehmen wir auch bei uns in den Szenen eine zunehmende Polarisierung wahr. Das Spektrum reicht von denen, die von Verantwortungslosigkeit reden, wenn jemand ohne Nase- Mundschutz eintritt bis zu denen, die Corona für eine Erfindung, und alle Nachrichten über die Gefahren dieser Krankheit für eine Lüge halten. Dementsprechend sind für diese Menschen alle durch Corona bedingten Einschränkungen und Regeln unnötig, oder werden sogar als eine bewußt gesteuerte Entrechtung der Gesellschaft betrachtet.
Vor allem aus der Richtung der Corona kritischen Szenemitglieder erhalten wir in Gesprächen, per SMS, Mail und Telefon zahlreiche Informationen zu diesen Themen. Wir können im Einzelnen nicht darauf eingehen und wollen es auch nicht. Einer Bewegung, die immer mehr von „wir“ und „die“ spricht, wollen wir uns nicht zuordnen lassen. Wir glauben, daß das grassierende Coronavirus eine schlimme, für viele tödliche und hoch ansteckende Krankheit ist, die – wenn keinerlei Regeln und Einschränkungen erlassen würden – schlimme Folgen für die Gesellschaft hätte. Für uns steht jedoch ebenso außer Frage, daß auch die Regeln und Einschränkungen schlimme Folgen hatten, und auch noch haben werden. Bei der Aufgabe, hierbei das richtige Maß zu treffen, sind alle Verantwortlichen ohne konkrete Erfahrung, insofern ist es für uns kein Wunder, wenn Fehler gemacht werden – auch wenn es uns wirtschaftlich hart trifft.

Wir wünschen uns, daß im Café Basico der respektvolle und tolerante Umgang miteinander keinen Schaden nimmt. Euch wünschen wir für die kommenden Wochen alles Gute – bleibt gesund.


Herzlichst – Eva & Klaus